Nov 17, 2015
Lektüretipp: Planungsprozess mit BIM

„Detail research“ veröffentlichte kürzlich das Heft: „BIM. Building Information Modeling. Management, Methoden und Strategien für den Planungsprozess. Beispiele aus der Praxis“. In 30 Aufsätzen kommen Architekten, Bauherren, Projektsteuerer, Bauunternehmer, Bauproduktehersteller, Hochschulvertreter und Softwareanbieter zu Wort.

Die Ergebnisse zweier Studien eröffnen das Heft u.a. mit den Tendenzen, dass Deutschland derzeit BIM-Entwicklungsland sei, die neue Methodik sich aber durchsetzten werde. Das spiegelt sich auch in der Bedeutung für das Facility Management wieder. Die diesbezüglich Verantwortliche der „Bundesanstalt für Immobilienaufgaben“ beklagt z.B. derzeit noch einen „Bruch im Informationsfluss zwischen Realisierung und Betrieb […]“ (S. 16) und Mag. Manfred Waschl will das Building Information Modeling zum Facility Information Modeling (FIM) entwickeln.

„Ein BIM-Modell enthält das gesamte Wissen zu einem Gebäude – es ist die DNA eines Gebäudes.“ (S. 52), so Andreas Schindler, der als BIM-Manager bei „HWP“ arbeitet. Einzelne Mitarbeiter seien in der neuen Planungsmethode mehr gefordert und müssten Verantwortung übernehmen. Matthias Braun von „Obermeyer Planen + Beraten“ sieht mit BIM u.a. eine verbesserte Kommunikationsbasis, die viele Prozesse erleichtert.

Es gibt noch viele andere lesenswerte Artikel im Heft. Insgesamt ist „Detail research“ hier ein guter Überblick gelungen, der allgemein in das Thema einführt und Planern, Bauherren, und Herstellern bei der Entscheidungsfindung rund um BIM hilfreich sein kann.