Mrz 19, 2010

Im letzten Teil dieser Reihe hatte ich Fallbeispiele zum Einsatz des Wolkenrechnens angekündigt, hier kommt nun das erste. Nehmen wir ein mittelständisches Architekturbüro und gehen davon aus, dass dort durchgängig rechnergestützt mit CAD gearbeitet wird. Unter anderem für Präsentationen werden dann sehr oft sog. Renderings benötigt.

Die teils sehr aufwendigen Bilder oder Videos einer virtuellen Szenerie (z.B. einer Architekturdarstellung) verschlingen Unmengen an Rechenkapazität. Das führt dazu, dass eigene Computer blockiert sind. Meist werden die Bilder daher über Nacht gefertigt.

Stellen Sie sich nun vor, dass Sie so viele Renderings wie Sie wollen in kürzester Zeit zur Verfügung hätten, ohne Ihre Maschinen zu blockieren. Das nämlich könnte Cloud Computing leisten.

Wie geht das, fragen Sie sich nun vielleicht. Einige Büros vernetzen schon ihre eigenen Rechner und bauen kleine Rendercluster im eigenen Haus auf. Beim Cloud Computing wird ein Rendercluster in der Wolke aufgebaut und zwar „OnDemand“.

Der große Vorteil ist, dass man nur für die benutze Rechnerkapazität bezahlen und keine neue Hardware im eigenen Unternehmen aufbauen muss. Bezahlt werden nur die Stunden, in denen die Rechner in der Cloud benutzt wurden. Kosten für Unterhalt oder Administration entfallen also und Sie können entscheiden, ob sie 10, 50, 100 oder mehr Rechner für ihre Berechnung der Renderings anmieten.

Nun gibt es noch einige Dinge, die man in Hinsicht auf die Sicherheit berücksichtigen sollte. Was passiert zum Beispiel mit den Daten, die auf den Rechnern in der Cloud gespeichert wurden? Sie werden normalerweise durch den Anbieter gelöscht, nachdem man die Anwendung verlässt. Aber, um ganz sicher zu gehen, sollte die gesamte Wolken- Kommunikation permanent verschlüsselt sein und vor allem auch das auf den gemieteten Rechnern installierte Betriebssystem, damit niemand so schnell an Ihre Unternehmensdaten kommt.

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